Auftaktschlamassel! UIAA Weltcup 2012 Korea
Während ich diese Zeilen schreibe, Sitze ich gerade im Flugzeug von Seoul nach Frankfurt. Ich fliege von der ersten Etappe des Eiskletter-Weltcups '12 nach Hause.
Auf dem Klapptisch vor mir steht eine Dose deutsches Bier und "European Style Chicken", wie es die Stewardess nannte. Das "Korean Beef" habe ich ausgeschlagen - ich habe die Schnauze voll von Korea. Nicht das mich jemand falsch versteht, ich habe nichts gegen Korea als Solches, ich bin nur im Moment mit mir selbst unzufrieden. Grund dafür ist der gescheiterte Plan, in Cheongsong an frühere Wettkampfergebnisse anzuknüpfen.
War es im letzten Jahr noch der Sieg bei diesem Weltcup, so habe ich diesmal Platz 32 im Gebäck. Meine schlechteste internationale Platzierung seit über Sechs Jahren. Nach weniger als der halben Qualifikationsroute rutschte ich mit dem Pickel von einem Griff und hing fassungslos im Seil. Statt Siegerinterviews musste ich Fragen nach dem Warum beantworten.Meistens sagte ich: Pech!!! Aber ganz ehrlich: Ich habe keine passende Antwort! Viele meiner Mitstreiter meinten: Das passiert jedem einmal! Richtig: einmal! Doch diesmal war es das zweite mal in Folge. Genau mit dem selben Missgeschick verlor ich letzte Saison am Schluss den fast sicheren Gesamtweltcuptitel. Solche Sachen sind das Ergebnis mangelnder Konzentration. Woher soll ich den diese jetzt nehmen? Sudoku? Kreuzworträtsel?
Ich habe mich auf diese Saison sehr gut vorbereitet und fühle mich stärker als die Jahre zuvor, aber die beste Fitness bringt nichts wenn das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist nicht harmoniert. Ich bin auf der Suche nach meiner bewährten Mischung aus Kampfgeist und Lockerheit. Hoffentlich finde ich diese fehlenden Puzzleteile bis zum nächsten Weltcup!
Anbei ein großer Dank an meinen Freund und "Coach" Manni($) Endstrasser für die Unterstützung auf dieser Reise!
Auf nach Korea
Am Wochenende des 14. und 15. Jänner beginnt in Cheongsong (Südkorea) mit dem Auftaktbewerb der Eiskletterweltcup 2012. Bis mitte März finden sich Eiskletterer aus über 20 Nationen bei vier weiteren Weltcupbewerben in Saas Fee (Schweiz), Busteni (Rumänien), Champagny (Frankreich) und Kirov (Russland) ein, um wertvolle Punkte für den Gesamtsieg zu sammeln.
Auch 2012 ist der zweifache Weltmeister und Gesamtweltcupsieger von 2009 und 2010 Markus Bendler wieder einer der Favoriten auf den Gesamtweltcupsieg. Der Einzelkämpfer aus Schwendt in Tirol will nach dem unglücklichen dritten Gesamtrang im Vorjahr seine Fähigkeiten erneut unter Beweis stellen und ein Wörtchen bei der Vergabe dieses Titels mitreden.
Nach einem Motivationsloch im Sommer und der daraus resultierenden längeren Kletterpause, die durch intensives Mountainbiken ausgefüllt wurde, ist der ” Biss” nun wieder völlig zurück! “Die Vorbereitungen auf diese Saison liefen trotz wenig Eis und moderater Temperaturen sehr gut und die Fitness sollte noch besser sein als die Jahre zuvor. Der Grundstock ist gelegt! Jetzt brauch ich nur noch eine Portion Glück bei den
Bewerben!” meinte der 27 Jährige Schwendter.
Daumen halten!
Erster Sieg auf zwei Räder - Angerlalm Trophy
Erster Sieg auf zwei Rädern!
Markus Bendlers Trainingsplan beinhaltet heuer erstmals intensives Ausdauertraining auf dem Mountainbike. Es wäre nicht Markus wenn nicht dabei höchste Motivation mit im Spiel wäre. Neben einigen neuerkundeten Trails stand somit auch ein Wettkampf auf dem Plan.
Sein Kletterkumpane und Freund Guido Unterwurzacher schloß sich ihm an und somit stand einem gemeinsamen Start bei der Angerlalm Trophy nichts mehr im Wege. 120 Starter bewältigten die rund 550 HM zur Angerlalm.
Markus machte alles richtig. Er startete vorsichtig und erarbeitete sich Platz für Platz. Am Ende stand er 2 Minuten vor dem zweitplatzierten in seiner Klasse als erster im Ziel. Guido schaffte es knapp nicht auf das Podium. Mit einem ausgezeichneten vierten Platz jedoch machten die beiden Kletterer in der ansässigen Bikeszene ordentlich auf sich aufmerksam.
Der Spaß am Mountainbiken ist momentan der ideale Ausgleich zum Klettern. Im Winter wird man dann sehen ob sich der ganze "Aufwand" gelohnt hat. Außerdem wird es sicherlich nicht das letzte MTB Rennen von Markus gewesen sein
Auftaktschlamassel! UIAA Weltcup 2012 Korea
Während ich diese Zeilen schreibe, Sitze ich gerade im Flugzeug von Seoul nach Frankfurt. Ich fliege von der ersten Etappe des Eiskletter-Weltcups '12 nach Hause.
Auf dem Klapptisch vor mir steht eine Dose deutsches Bier und "European Style Chicken", wie es die Stewardess nannte. Das "Korean Beef" habe ich ausgeschlagen - ich habe die Schnauze voll von Korea. Nicht das mich jemand falsch versteht, ich habe nichts gegen Korea als Solches, ich bin nur im Moment mit mir selbst unzufrieden. Grund dafür ist der gescheiterte Plan, in Cheongsong an frühere Wettkampfergebnisse anzuknüpfen.
War es im letzten Jahr noch der Sieg bei diesem Weltcup, so habe ich diesmal Platz 32 im Gebäck. Meine schlechteste internationale Platzierung seit über Sechs Jahren. Nach weniger als der halben Qualifikationsroute rutschte ich mit dem Pickel von einem Griff und hing fassungslos im Seil. Statt Siegerinterviews musste ich Fragen nach dem Warum beantworten.Meistens sagte ich: Pech!!! Aber ganz ehrlich: Ich habe keine passende Antwort! Viele meiner Mitstreiter meinten: Das passiert jedem einmal! Richtig: einmal! Doch diesmal war es das zweite mal in Folge. Genau mit dem selben Missgeschick verlor ich letzte Saison am Schluss den fast sicheren Gesamtweltcuptitel. Solche Sachen sind das Ergebnis mangelnder Konzentration. Woher soll ich den diese jetzt nehmen? Sudoku? Kreuzworträtsel?
Ich habe mich auf diese Saison sehr gut vorbereitet und fühle mich stärker als die Jahre zuvor, aber die beste Fitness bringt nichts wenn das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist nicht harmoniert. Ich bin auf der Suche nach meiner bewährten Mischung aus Kampfgeist und Lockerheit. Hoffentlich finde ich diese fehlenden Puzzleteile bis zum nächsten Weltcup!
Anbei ein großer Dank an meinen Freund und "Coach" Manni($) Endstrasser für die Unterstützung auf dieser Reise!







